Zu den Themenfeldern
Soziale Innovationen sind in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu finden. In diesem Atlas sind vor allem Innovationen, Ideen und Initiativen zu den Themenfeldern zu finden, die auch im Mittelpunkt der Forschung am Department Angewandte Sozialwissenschaften und der Lehre im Masterstudiengang Soziale Innovation stehen:
„A novel solution to a social problem that is more effective, efficient, sustainable, or just than exist-ing solutions and for which the value created accrues primarily to society as a whole rather than pri-vate individuals.“ James Phills et al., 2008
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Demokratische Innovationen beschäftigen sich mit der Frage, wie Demokratie an neue Herausforderungen angepasst und gegen Bedrohungen verteidigt werden kann. In der Regel geht es dabei um Instrumente, Projekte oder Initiativen für mehr Partizipation, bessere Repräsentation, Inklusion und Deliberation. Als bekannteste Beispiele für demokratische Innovationen gelten Bürger*innen-Räte oder partizipative Budgets auf unterschiedlichen Ebenen, von der lokalen bis zur globalen. Die Möglichkeiten sind aber noch viel breiter. Auch die Stärkung von Demokratie-Bildung kann als Innovation gelten, ebenso wie die Ermöglichung von Demokratie-Erfahrungen im Organisationskontext. |
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Soziale Ungleichheit bezieht sich auf Unterschiede zwischen verschiedenen sozialen Gruppen in Bezug auf Zugang zu Ressourcen, Chancen und Macht. Soziale Ungleichheit kann auf Faktoren wie Einkommen, Bildung, Geschlecht, Ethnizität, Religion, Alter und Gesundheit zurückgeführt werden. Inklusion und Anerkennung sind Konzepte, die darauf abzielen, Ausgrenzung zu überwinden und Beteiligungsmöglichkeiten für alle zu erhöhen. Sie sind relevant für verschiedene gesellschaftliche Teilbereiche wie Bildung, die Arbeitswelt oder das Gesundheitswesen sowie in alltäglichen Lebenswelten und sozialen Interaktionen. Anerkennung und Inklusion können als Mittel zur Verringerung sozialer Ungleichheit dienen. Dabei geht es nicht um die Beseitigung sozialer Unterschiede und Diversität, sondern um die Überwindung ungerechter Verteilung von Lebenschancen. Inklusive Gesellschaften streben nach Teilhabegerechtigkeit und fördern die Überwindung von Stigmatisierungen. |
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Der Schwerpunkt “Social Health“ beinhaltet theoretische Grundlagen und innovative Praxisideen zur Stärkung und Beförderung der Gesundheit von unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen und Individuen. Hintergrund und Ausgangspunkt stellt der Public Health-Ansatz dar, der sich mit der Gesundheit von größeren Bevölkerungsgruppen befasst und seinen Fokus auf die Gesunderhaltung der Menschen und die Herstellung von gesunden Lebensbedingungen für alle Menschen – mit Beachtung der verschiedenen sozioökonomischen Hintergründe – richtet. Die Herangehensweise ist grundsätzlich interdisziplinär und setzt in der unmittelbaren Lebenswelt der Menschen an. Social Health nimmt neben der körperlichen und psychischen Gesundheit insbesondere die sozialen Aspekte von Gesundheit in den Blick. Dazu gehören gelingende zwischenmenschliche Beziehungen, die Wahrnehmung sozialer Rollen und Aufgaben im privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Leben sowie die Integration und Partizipation in einem unterstützenden sozialen Netzwerk. Soziale Aspekte von Gesundheit sind essenziell für das Wohlbefinden und zum Erhalt einer guten physischen und psychischen Gesundheit sowie für den Aufbau von Schutzfaktoren gegen Erkrankungen. |
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Sozial-ökologische Transformation bezeichnet den umfassenden Wandel von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit dem Ziel, ein gutes Leben für alle innerhalb der planetaren Grenzen zu ermöglichen. Sie verbindet ökologische Nachhaltigkeit mit sozialer Gerechtigkeit, wirtschaftlicher Solidarität und demokratischer Teilhabe. Dabei geht es nicht nur um die Verringerung von Umweltbelastungen, sondern um neue Formen des Zusammenlebens, Wirtschaftens und Regierens, die langfristig ökologisch tragfähig und sozial inklusiv sind.
Der Schwerpunkt Nachhaltigkeit und sozial-ökologische Transformation steht in engem Bezug zur Agenda 2030 (oder SDGs schreiben). Dabei werden diese als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden, die tiefgreifende strukturelle Veränderungen erfordern und auf Kooperation, Verantwortung und Zukunftsfähigkeit beruhen. Ein Beispiel ist die Umgestaltung von Mobilitätssystemen, etwa durch Forschung zu gerechter Verkehrsgestaltung, Nutzer*innenbeteiligung und der Umsetzung leistbarer, klimafreundlicher Alternativen |




